Am Han-Fluss

Gestern saß ich am Han-Fluss und habe eine Skizze gemalt. Das Wetter war gut und Ein Tag am Hanfluss: Zeichnen, Sonne und Seele baumeln lassen in Seoul

Hach, Seoul. Diese Stadt ist ein pulsierender Moloch, voller Energie, Geschichte und – ja, auch – Wolkenkratzern. Aber manchmal braucht man einfach eine Auszeit von der Hektik, einen Ort, an dem man tief durchatmen und die Seele baumeln lassen kann. Für mich ist dieser Ort der Hanfluss, oder Han-gang, wie er auf Koreanisch heißt.

Der Hanfluss ist weit mehr als nur ein Gewässer, das Seoul durchquert. Er ist die Lebensader der Stadt, ein historisches Symbol und, am wichtigsten für mich, ein riesiger, grüner Spielplatz. Mit seinen zahlreichen Parks, Radwegen, Cafés und Sportanlagen ist er der perfekte Zufluchtsort für Großstädter. Man kann hier picknicken, Drachen steigen lassen, Fahrräder mieten, Tretboot fahren oder einfach nur spazieren gehen und die Aussicht genießen. Vor allem im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind, zieht es Tausende von Menschen an seine Ufer.

Letzte Woche war einer dieser perfekten Tage. Die Sonne schien warm vom Himmel, aber eine leichte Brise sorgte dafür, dass es nicht zu heiß wurde. Ich beschloss, meine Malsachen einzupacken und einen entspannten Tag am Flussufer zu verbringen.

Mein Plan: Keine Pläne!

Ich stieg an der U-Bahn-Station Yeouinaru aus und schlenderte ziellos durch den Yeouido Hangang Park. Überall saßen Menschen auf ihren Picknickdecken, Kinder spielten Fußball und Paare machten romantische Spaziergänge. Ich fand ein schönes, schattiges Plätzchen unter einem Baum und breitete meine Decke aus.

Skizzenbuch und Sonnenstrahlen

Mein Ziel war es, die entspannte Atmosphäre und die Schönheit des Flusses auf Papier festzuhalten. Ich holte mein Skizzenbuch und meine Aquarellfarben heraus und begann zu zeichnen. Die erste Skizze war eine Schnellzeichnung der Menschen um mich herum. Ich wollte die Energie und die Freude einfangen, die in der Luft lag.

Dann konzentrierte ich mich auf den Fluss selbst. Die sanften Wellen, die Reflexionen der Hochhäuser im Wasser, die Boote, die langsam vorbeiglitten – all das war eine wunderbare Inspiration. Ich probierte verschiedene Techniken aus, von feinen Tuschezeichnungen bis hin zu lockeren Aquarellstudien. Es war unglaublich entspannend, sich ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und die Welt um mich herum zu vergessen.

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